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Vorstellung der Pflegeanwältin

Meine neue – nunmehr heute vorgestellte – „Rolle“ als Pflegeanwältin, Leiterin der Pflegeanwaltschaft des Landes Kärnten wird sicherlich durch meine berufliche Vorgeschichte geprägt sein. Seit nunmehr 21 Jahren bin ich im Pflegeberuf tätig, sei es in der Ausbildungszeit zur Angehörigen des gehobenen Dienstes der Gesundheits- und Krankenpflege, innerhalb den Jahren der ersten beruflichen Erfahrungen in Krankenhäusern bis zu meiner Studienzeit an der Fachhochschule Feldkirchen und meinen Erfahrungen in der stationären Altenpflege, auch während der Zeit als Amtssachverständige in der Heimaufsicht oder darauf folgend als Pflegedienstleitung eines Pflegeheims und zuletzt als Assistentin der bisher, ersten tätigen Pflegeanwältin, Fr. Dr.in Christine Fercher-Remler. In allen diesen bisherigen beruflichen Stationen lag mein Interesse stets beim alten pflegebedürftigen Menschen und den damit zusammenhängenden Herausforderungen. Der Pflegeberuf fasziniert mich nach wie vor, vor allem seine Vielfältigkeit, sowie auch, die in den letzten Jahren erreichte Professionalität durch fachspezifische Forschung und Entwicklung geben und gaben mir stets Motivation hierfür. Ebenso besteht bei mir nach wie vor die Zuversicht, dass sich auch die beruflichen Rahmenbedingungen, quasi die „Praxis“ besser auf die Professionalität und rasche Entwicklung des Pflegeberufes ausrichten wird und somit auch die Attraktivität des Berufes steigen kann.

Nun zur Pflegeanwaltschaft, deren Aufgaben im Kärntner Patienten- und Pflegeanwaltschaftsgesetz geregelt sind. Das Hauptziel liegt in der Wahrung der Interessen pflegebedürftiger Personen. Die Aufgaben werden mit Beratung, Entgegennahme von Beschwerden, Begutachtungen von Landesgesetzen und Verordnungen der Landesregierung in pflegerischen Angelegenheiten, wie auch in der Abgabe von Stellungnahmen zu diversen Projekten, welche gefördert werden, benannt. Ein wesentlicher Aufgabenbereich ist weiters die Information der Öffentlichkeit, insbesondere den Kreis von pflegebedürftigen Personen über Angelegenheiten, die für sie von Bedeutung sind, wie überhaupt die Bevölkerung über die Pflegeanwaltschaft selbst zu informieren.

In diesem Bereich, im Bereich der „Öffentlichkeitsarbeit“ sehe ich in nächster Zeit die Schwerpunktsetzung, neben der täglich laufenden Arbeit der Pflegeanwaltschaft mit diversen Informations- und Beratungsgesprächen, wie auch den laufenden Beschwerdebearbeitungen.

Ich möchte den Weg gehen – soweit es die personellen Ressourcen der Pflegeanwaltschaft zulassen - die Arbeit der Pflegeanwaltschaft im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit jährlich unter ein „Thema“ zu stellen um gezieltere Informationen anzubieten. Dies sollte ab dem nächsten Jahr, somit 2020 passieren, indem zum jährlich ausgewähltem Thema bzw. Motto eine Auftaktveranstalt am Jahresbeginn erfolgt. Im nächsten Jahr schwebt mir bisher das Thema „Angehörigenpflege“ vor, somit soll die Pflege und Betreuung im Familienverband im häuslichen Bereich durchleuchtet werden.

Das heurige Jahr 2019 möchten wir nutzen um über die Pflegeanwaltschaft selbst wieder zu reden und über sie zu informieren. Wir möchten unsere Informationsfolder neu gestalten und verbreiten und kurze Vorträge über die Pflegeanwaltschaft selbst und deren Aufgaben abhalten, z.B. im Rahmen von Pflegestammtischen, bzw. diversen Gastvorträgen etc. Unsere Homepage wird aktualisiert, der Newsletter der Pflegeanwaltschaft soll in seiner Herausgabeform bzw. –art überarbeitet werden und ab der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder in regelmäßigen Abständen erscheinen. Ebenfalls möchte ich die Arbeit meiner Vorgängerin Frau Dr. Christine Fercher-Remler weiterführen indem ich regelmäßig angekündigte Sprechtage in den Bezirken in dort ansässigen Pflegeheimen – ich denke, ab April/Mai - durchführen werde. Auch soll der Tätigkeitsbericht der Pflegeanwaltschaft in der nächsten Woche von uns aus fertig gestellt werden.

Um dies gesagte alles umsetzen zu können benötigt man Personen, die dahinter stehen und mir als Pflegeanwältin dabei helfen. Ich möchte in diesem Zusammenhang mein kleines, aber ich denke sehr feines Team der Pflegeanwaltschaft erwähnen, Frau Tischler und Herr Loibnegger, welche mich unterstützen und ich hoffe mit mir gemeinsam zumindest die nächsten fünf Jahre der Pflegeanwaltschaft gestalten werden.

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass „Pflege“ immer – egal auf welcher Ebene, sei es im direkten pflegerischen Verhältnis zwischen Klient/in und Pflegeperson, als auch auf einer Metaebene – Beziehung und somit Kommunikation und „Netzwerken“ bedeutet. Mit dieser Sichtweise hoffe ich auf zahlreiche Inanspruchnahmen und Vorsprachen von pflegebedürftigen Personen und deren Bezugspersonen, sowie aber auch von Pflegepersonen selbst oder diversen DienstleisterInnen im Pflegebereich, welche uns einfach Erfahrungsberichte oder Anregungen mitteilen könnten. Ebenso hoffe ich auf eine gute Kommunikation zu anderen Verwaltungs- und behördenstellen. Im Grunde einfach „Kommunikation“ zu sämtlich beteiligten im großen „Dschungel“ des Pflegebereichs, denn ich denke ohne dieser Kommunikation und dem Austausch kann eine Pflegeanwaltschaft nicht ihren Aufgabenbereich erfüllen.

In diesem Sinn freue ich mich auf meine Arbeit!



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Aktuelle Sprechtagstermine!
Für den Zeitraum Herbst/Winter 2019 wurden wieder Sprechtagstermine in Altenwohn- und Pflegeheimen Kärntens organisiert.
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